Neuigkeiten & wichtige Informationen

Tischtennis 10.11.2025

TSV Neuried beim PingPongParkinson Deutschlandcup 2025

Am 1. und 2. November 2025 fand in Schwabach der Deutschlandcup von PingPongParkinson statt.  Ein Tischtennisturnier, das nicht nur sportliche Höchstleistungen, sondern auch gelebte Inklusion und Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellte. Insgesamt traten 19 Mannschaften aus ganz Deutschland an, um sich in spannenden Matches zu messen.

Der TSV Neuried war mit einem motivierten Team vertreten, bestehend aus (siehe Foto):

- Gerlinde Adam

- Robert Allmann

- Ernst Hillenkamp

- Judith Kleinebenne vom SV Etteln, die kurzfristig für die erkrankte Rosi Bartkowiak eingesprungen war.

Turnierverlauf und Platzierung

In der Vorrunde tat sich der TSV Neuried zunächst etwas schwer. Die Gegner waren stark, und die Abstimmung im Team musste sich erst finden. Doch in der Trostrunde gelang die Wende: Besonders im Doppel konnten die Neurieder wichtige Punkte sammeln und zeigten dort die besten Leistungen des Turniers. Am Ende erreichte das Team einen respektablen 12. Platz von 19 Mannschaften – ein Ergebnis, mit dem sie nicht vollständig zufrieden aber doch mit mit einem positiven Gefühl die Heimreise antreten konnten.

Den Sieg beim Deutschlandcup 2025 sicherte sich der TSV Eystrup, der sich in einem packenden Finale gegen die starke Mannschaft aus Bad Homburg durchsetzen konnte.

Tischtennis 05.06.2025

Wenn der Abteilungsleiter plötzlich im Rollstuhl sitzt

Behinderung beim 7. Inklusiven Tischtennis-Turnier in Neuried. Bewährte Kooperation zwischen TSV Neuried, TSV Gräfelfing, Offene Behindertenarbeit – evang. in der Region München (OBA) und dieses Jahr auch mit Special Olympics Bayern (SOBY).

Günter Heß, Abteilungsleiter Tischtennis (TT) beim TSV Neuried, hat sich für ein TT-Match in den Rolli gesetzt, um mit seinem Spielpartner auf Augenhöhe zu spielen. Dieser kurze Perspektivwechsel war für ihn „eindrucksvoll. Die ersten zwei Aufschläge habe ich ins Netz gespielt“. Heß konnte sein Spiel sogar noch gewinnen. Aber „bei diesem Turnier sind alle Gewinner! Es ist einfach eine tolle Atmosphäre, jeder hat Spaß am Tischtennis, egal ob mit oder ohne Behinderung“, stellt Christopher Trieb fest, Abteilungsleiter des TSV Gräfelfing.

Sportliches Miteinander als Erfolgsrezept des Turniers

Das Einzigartige an diesem Turnier: Ein spezielles Turniersystem, in dem in mehreren Runden jeweils ein*e Vereinsspieler*in mit einem*r Hobbyspieler*in zu einem Team zusammengelost werden.

Das Ziel ist nicht ein Turniersieger, sondern vielmehr die Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung. „Die Beteiligung von Spielern und Spielerinnen und die Unterstützung der beiden Vereine, die auch leistungsmäßig sehr ambitioniert sind, ist nicht nur bei diesem Turnier grandios! Und das schon seit Jahren“, stellt Jens Fülle vom Projekt sport verein(t) der OBA erfreut fest.

So geht’s: Gelungene Inklusion in Sportvereinen

Das ist aber nicht das einzige Engagement der in vieler Hinsicht erfolgreichen Vereine: So ist das Angebot von Ping Pong Parkinson (PPP) eine Erfolgsgeschichte beim TSV Neuried. Und der TSV Gräfelfing lädt die TT-Spieler*innen der OBA regelmäßig zu gemeinsamen Trainingseinheiten ein. In beiden Vereinen spielen talentierte Spieler*innen mit einer sog. geistigen Behinderung sogar im Spielbetrieb mit. Und „der TSV Gräfelfing stellt dieses Jahr zu den Landesspielen in Erlangen von Special Olympics Bayern ein sog. Unified Doppel. D.h. ein Spieler mit und eine Spielerin ohne Behinderung spielen zusammen im Doppel um die Medaillen“ berichtet Anna-Lena Stuhlinger von SOBY. In diesem Sinne ist diese Kooperation ein gelungenes Beispiel, dass Inklusion im und durch Sport gelingen kann!

Tischtennis 24.07.2024

1. PPP-Stada-Cup beim TSV Neuried

Knapp zwei Monate sind seit dem Großereignis „PingPongParkinson German Open“ ins Land gegangen, und schon wieder trafen sich am 29.06.24 viele der besten deutschen Spieler der PPP-Rangliste, um sich miteinander zu messen und der Krankheit zu zeigen, dass sie sich nicht unterkriegen lassen. Diesmal stand der 1. STADA-Cup in Neuried auf dem Programm.

Versammelt hatten sich amtierende und ehemalige Weltmeister, frisch gekürte Deutsche Meister der German Open 2024, aber auch Debütanten in der PPP-Turnierszene, darunter nicht wenige vom Neurieder Stützpunkt. Viele der insgesamt 48 Teilnehmer waren aus ganz Deutschland angereist und hatten teilweise bereits am Freitagabend ein Warmup-Training in der Neurieder Dreifachturnhalle hinter sich gebracht.

Nach einer Stunde Einspielzeit am Samstagmorgen wurden die Teilnehmer vom Mitorganisator und PPP-Offiziellen Jürgen Zender einzeln vorgestellt und durch den Vorstand des TSV Neuried, sowie dem stellvertretenden Bürgermeister, Herr Crhak, im Namen der Gemeinde Neuried herzlich willkommen geheißen.

Nach einem verzögerten Start durch Hardware-Probleme konnte das Turnierleitungsteam Pupke/Huth die Teilnehmer in die erste von insgesamt sieben Spielrunden im Schweizer System schicken. Und schon in der ersten Spielrunde war klar, es wird in zweierlei Hinsicht heiß. Da war zum einen der Ehrgeiz der Spieler und zum anderen ein heißer Sommertag. Trotz der auf voller Leistung laufenden Hallenlüftung stiegen die Temperaturen kontinuierlich an und zehrten zusätzlich an den Kräften der Teilnehmer, die in teilweise ultraknappen Fünfsatz-Matches um jeden Punkt kämpften. In den ersten drei Runden vor der Mittagspause wurde bereits klar, dass auch die Favoriten alles geben mussten, um sich die Chance auf den Titel zu erhalten. Ihnen wurde auch von Turnier-Neulingen nichts geschenkt. Das änderte sich auch nach der Mittagspause nicht, als so mancher Spieler an seine konditionellen Grenzen gehen musste. Aber Hut ab, bis auf einen Ausfall auf Grund körperlicher Probleme, haben sich alle durchgebissen. Und nachdem der zeitliche Rückstand vom Start durch die Turnierleitung wieder aufgeholt wurde, konnten die Aktiven müde und kaputt, aber auch stolz und zufrieden, gegen 17 Uhr das Turnier beenden.

Und wie ging es aus? Gewonnen haben alle vom 1. bis zum 48. Platz, denn sie haben wieder einmal gezeigt, dass sie sich von Parkinson nicht unterkriegen lassen. Und am Ende setzte sich trotz aller Gegenwehr der Turnierneulinge dann doch wieder einmal die Erfahrung durch. Thorsten Boomhuis, dreifacher PPP-Weltmeister im Doppel, konnte sich ungeschlagen mit einem knappen 3:2 gegen den Zweitplatzierten Joachim Leber durchsetzen und gewann damit souverän den 1. Neurieder STADA-Cup. Den dritten Platz erkämpfte sich Martin Schiefer.

Und die Neurieder? Die nutzten den Heimvorteil aus, und schlugen sich hervorragend. Das gilt für die Turnierneulinge Liebhard Zint (17.), Gerlinde Adam (26.) Frank Tempel, (29.) und Klaus Merkel (47.), der in seinem ersten Turnier auch gleich sein erstes Spiel gewinnen konnte. Und auch die Routiniers Robert Allmann (19.), Jürgen Zender (23.), Ernst Hillenkamp (30.) und Ulli Heyd (45.) lieferten ab, wobei Ulli einen rabenschwarzen Tag erwischt hat und mit ihren Leistungen nicht zufrieden war. Aber gekämpft hat sie,… und mit zwei Siegen gezeigt, dass sie auch an einem schlechten Tag nicht zu unterschätzen ist.

Und das Fazit? Es war ein PPP-Turnier. Und jeder, der dies schon einmal erlebt hat, weiß, wie schwer es ist, diese ganz besondere Atmosphäre zu beschreiben, wie sie auch an diesem Samstag in Neuried vorherrschte. Bei allem Kampf um jeden Punkt an der Platte konnte man spüren, dass sich dort Freunde gegenüberstehen. Menschen, die gemeinsam mit Hilfe des Sports Front gegen eine noch immer nicht heilbare Krankheit machen und alles Verständnis für ihren Gegenüber mitbringen. Die Spieler nahmen in jeder Situation Rücksicht aufeinander, sei es für die pünktliche Medikamenteneinnahme, sei es für eine kurze Verschnaufpause auch während eines Satzes. Als nicht von Parkinson Betroffener lehrt dieses füreinander Einstehen und die ehrliche Dankbarkeit, die die von Parkinson betroffenen Aktiven für jegliche Unterstützung gezeigt wird, eine tiefe Demut und das Bewusstsein, dass wir Gesunden unsere Gesundheit viel mehr zu schätzen wissen sollten.

Und aus diesem Grund beginne ich bei den Danksagungen bei den Teilnehmern, die mit jedem Lächeln, mit ihrer Hilfsbereitschaft und ihrer Herzlichkeit so viel zurückgeben haben. Und natürlich will ich auch das Team des TSV Neuried nicht vergessen, allen voran Petra Pupke, Ulli Heyd, Jürgen Zender und Thorsten Neumeier, ohne deren Arbeit im Vorfeld und in der Halle das Turnier nicht möglich gewesen wäre. Und natürlich auch ein großes Dankeschön an die Mitarbeiter der Geschäftsstelle des TSV Neuried sowie an den REWE City Neuried der als Sponsor für Wasser und Obst gesorgt hat.

Und die Zukunft? Viele dieser Helfer haben schon zugesagt, dass sie wieder bereit sind, ein zukünftiges PPP-Turnier zu unterstützen, so dass die Wahrscheinlichkeit für einen 2. STADA-Cup beim TSV Neuried im Jahr 2025 gar nicht mal gering ist. Also,… dann vielleicht auf bald.

Frank Huth Turnierleitung + Trainer des PPP-Stützpunktes TSV Neuried

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